Mit großer Begeisterung blicken die Lehrkräfte, der Schulsozialarbeiter und die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 der Ernst-Barlach-Realschule plus in Höhr-Grenzhausen auf eine intensive Projektwoche zurück, die in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein Creative Change e.V. durchgeführt und im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wurde. An vier Tagen setzten sich die Jugendlichen in drei Durchläufen mit zentralen Themen des schulischen und gesellschaftlichen Miteinanders auseinander: Demokratie, Freundschaft, Gruppendruck und Cybermobbing.
Das theaterpädagogisch ausgerichtete Projekt zielte darauf ab, das Handlungsrepertoire der Teilnehmenden im Umgang mit alltäglichen Herausforderungen zu erweitern. Durch praktische Übungen, partizipatives Theater und moderierte Beratungssituationen lernten die Jugendlichen, Konflikte zu lösen, Entscheidungen gemeinsam zu treffen und ihre eigene Meinung selbstbewusst zu vertreten. Gleichzeitig wurde großer Wert daraufgelegt, den Wissensstand zu den behandelten Themen anzugleichen und die Resilienz der Jugendlichen zu stärken.
In Kleingruppen entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene Lösungsansätze für verschiedene Dilemmata und probierten diese szenisch aus. Der Perspektivwechsel half ihnen, Emotionen besser zu verstehen und deeskalierende Strategien zu erproben. Die Lehrkräfte und der Schulsozialarbeiter berichten, dass die Teilnehmenden besonders vom offenen Austausch und den spielerischen Methoden profitierten, und viele nahmen konkrete Impulse für ein respektvolles Miteinander im Schulalltag mit.
Creative Change e.V., dessen Team aus professionell ausgebildeten Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen sowie jungen Menschen im Bundesfreiwilligendienst und Freiwilligen Sozialen Jahr besteht, passte das Projekt im Vorfeld individuell an die Bedürfnisse der Schule an. In anschließenden Nachgesprächen wurden gemeinsam Möglichkeiten erarbeitet, wie die angestoßenen Entwicklungen nachhaltig weitergeführt werden können. Zusätzlich erhielten die Schulen weiterführendes Material in Form von Workshopangeboten.
Die Resonanz nach der Projektwoche ist durchweg positiv. Die Jugendlichen fühlten sich ernst genommen, konnten ihre Potenziale entdecken und erfuhren, wie wertvoll ihre Stimme im demokratischen Miteinander ist. Nicht nur für die Klassengemeinschaft ein Gewinn, sondern für die gesamte Schulgemeinschaft.
Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie im Kannenbäckerland, ein Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach, und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie leben!”.
